Heute hab ich mir, wie an jedem Dienstagabend, den wöchentlichen Kommentar von Volker Pispers angehört. Die eigentliche Pointe ligt diesmal aber nicht in seinem sonst so pointierten Vortrag:

http://www.youtube.com/watch?v=Ny7Mep3sCIk

Ich mag Pispers sehr, aber der Neuigkeitswert dieser Mitteilung ist äußerst gering. Die Kriege des Westens sind durch ökonomische Interessen angetrieben? Sag bloß! Also bis hierhin noch keine Pointe. Aber gut, dass es mal wieder wer sagt.

Tatsächlich aber scheint das Gesagte für manche doch einen Neuigkeitswert zu haben. Und zwar – und jetzt kommt die dicke Pointe – ausgerechnet für einige so genannte Linke:

Worüber die jW nicht schreibt ist, dass sämtliche Änderungsanträge aus NRW und Hamburg, die die gegenwärtigen Kriege als “neo-imperialistisch” einschätzen, keine Mehrheit gefunden haben. Die Arbeit des BAK Shalom zeigt Wirkung!

…sagt der ein Mitglied des „bak shalom“, einem Subsystem der deutschen Linkspartei.

Ich fasse kurz zusammen:
In dem historischen Moment, in dem der ex-Bundespräsident und der Verteidigungsminister (beide CDU) bestätigen, dass „wir“ eben doch Wirtschaftskriege führen, wollen einige „Linke“ den Begriff des Imperialismus verbannen.

DAS ist eine Pointe.

Vorhang. Lang anhaltender Applaus.

Vgl. auch den Kommentar von rhizom.